30. Juli
2019

So stellen
wir uns
das vor

Immer dann, wenn der Himmel droht, über einem zusammen zu stürzen, braucht der Mensch die meiste Hilfe. In Form von tatkräftigen Händen, wenn’s beim Umbau nicht so funktioniert, oder aber in Form von Worten und Vorschlägen, wenn der Suchtdruck explodiert. Letztere sind die Menschen, die bei uns Hilfe suchen. Sie kommen zu uns und erfahren, dass unsere Hilfe nur in Form einer Mutmachung zum Leben mit Selbsthilfe ist. Es ist schwierig für denjenigen, dies zu verstehen. 

Ein Mensch, der ständig mit seiner Krankheit Sucht kämpft, braucht erst einmal offene Ohren für seine Probleme. Er sucht etwas, was er verloren hat, ein wenig Nestwärme, ein Gefühl der Geborgenheit.

Er will sich öffnen.

Er soll sich öffnen.

Er erwartet auf keinen Fall Schuldzuweisungen, Angriffe auf sein Suchtverhalten, ein Gefühl, ihn Rund zu machen. Er hat schon Negatives genug erlebt.

Es ist wichtig, dass er sich öffnet. Je früher, je öfter, je mehr, Sorgen inbegriffen, desto besser für ihn, der Suchtdruck wird geringer.

Und was geben wir ihm? Offene Ohren, Ratschläge, wie wir die Kurven gekriegt haben, was noch alles kommen kann. Und Mut, durchzuhalten.

Denn, auch wir waren mal da, wo der Hilfesuchende jetzt ist.

Und was geben wir uns alle gemeinsam?

Eine Gruppe von Gleichgesinnten, die ihre Probleme untereinander teilen, mit Rat und Tat jedem beistehen. Fast eine kleine Familie.